Der fünfte Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten zeigt
auf, dass sich der Digitalisierungsgrad in Deutschland seit 2005
verdoppelt hat. Zum jetzigen Zeitpunkt verfügen 55 Prozent der
Fernsehhaushalte über eine digitale Empfangsmöglichkeit. Mit DVB-T
ist die Terrestrik als erster der klassischen Übertragungswege
inzwischen vollständig digitalisiert. Neben Kabel, Satellit und Antenne
ist DSL-TV als zusätzlicher Verbreitungsweg getreten. Doch auch im
offenen Internet gibt es immer mehr Medienangebote. Bei Media-
theken wird die Grenze zwischen Rundfunk und Internet fließend.
Verschiedene Hersteller bieten inzwischen TV-Empfänger mit Internet-
Zugang an, die Online-Angebote wie YouTube oder Mediatheken als
vorinstallierte Dienste ins Wohnzimmer holen.
Für die Anbieter professioneller Rundfunkinhalte bleibt die Refinan-
zierung die Schlüsselfrage. Die Möglichkeit der zeitversetzten Nutzung erschwert die Werbefinanzierung alter Art, gleichzeitig sind nur sehr
wenige Haushalte mit adressierbaren Geräten ausgestattet, die Abo-
Modelle oder Pay-per-View ermöglichen.
Der Digitalisierungsbericht 2009 beschreibt und analysiert die aktu-
ellen Entwicklungen. Er geht auf Aspekte der Navigation sowie das
Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen ein und präsentiert die
Ergebnisse der Erhebung zum Stand der Digitalisierung.
Aus dem Inhalt:
Thomas Langheinrich Vorsitzender der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK)
der Landesmedienanstalten und
Dr. Hans Hege Beauftragter für Plattformregulierung und Digitalen Zugang der ZAK
Vorwort
Auf dem Weg in die digitale Welt Rundfunk und Internet wachsen zusammen
Dr. Hans Hege Broadband meets Broadcast – Herausforderungen im Prozess
der Konvergenz von Fernsehen und Internet
Thomas Rathgeb Die Mediennutzung der 'Digital Natives' als Blick in die Zukunft
des digitalen Zeitalters ?
Dr. Friederike Grothe und Dr. Thorsten Grothe Kleiner Markt – große Hürden ? Über elektronische Programmführer für das digitale Fernsehen
Daten und Fakten zur Digitalisierung im deutschen Fernsehmarkt
Andreas Hamann Aktueller Stand der Digitalisierung in den deutschen
TV-Haushalten Juni 2009
Christoph Limmer Jeder zweite TV-Haushalt in Europa empfängt digital
Methodik Definition von Kabel- und Satellitenempfang: Erfassung der
Übertragungswege und der Übertragungsart
Aufgaben der Landesmedienanstalten bei der Plattformregulierung und der Sicherung des digitalen Zugangs
Die Autoren: Dr. Friederike Grothe ist Medienberaterin in Hamburg mit
den Schwerpunkten Presse und Öffentlichkeitsarbeit sowie Veran-
staltungskonzeption
Dr. Thorsten Grothe ist Medienberater in Hamburg und
begleitet Unternehmen bei medienpolitischen Projekten und
Public Affairs-Aufgaben
Andreas Hamann ist Bereichsleiter Plattformregulierung
und Digitaler Zugang der ZAK und Mitarbeiter der Landesanstalt
für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK)
Dr. Hans Hege ist Beauftragter für Plattformregulierung
und Digitalen Zugang der ZAK und Direktor der Medienanstalt
Berlin-Brandenburg (mabb)
Christoph Limmer arbeitet seit 2003 für den Satelliten-
betreiber SES Astra in Luxemburg. Seit 2007 leitet er dort den
Bereich Marktentwicklung EMEA, welcher auch die Marktforschung
umfasst
Thomas Rathgeb ist Mitarbeiter der Landesanstalt für
Kommunikation (LFK) und Leiter der Geschäftsstelle des Medien-
pädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs)