Gegenwart und Zukunft des
lokalen und regionalen Fernsehens
in Ostdeutschland
Studie im Auftrag der
Landesmedienanstalten LRZ, mabb,
MSA, SLM und TLM (Hrsg.)
von Wolfgang Seufert,
Wolfgang Schulz und Inka Brunn
156 Seiten, 36 Abb./Tabellen,
23,5 cm x 16,0 cm, 2008
Zum ersten Mal haben die fünf ostdeutschen Medienanstalten eine
gemeinsame Studie in Auftrag gegeben, die sich mit einer spezifischen
Frage zum Rundfunk ausschließlich auf dem Territorium der soge-
nannten neuen Bundesländer beschäftigt, die gravierende Unter-
schiede zur Situation von regionalem und lokalem Fernsehen im
westlichen Bundesgebiet aufweist.
Obwohl die ostdeutschen Länder flächenmäßig kleiner und deutlich
dünner besiedelt sind als die westdeutschen, liegt das Gros der
Lokal-TV-Veranstalter in Ostdeutschland.
Die Studie von Inka Brunn, Wolfgang Seufert und Wolfgang Schulz
belegt, dass rund 80 % aller Lokal-TV-Anbieter in den ostdeutschen
Bundesländern zu finden sind und wenn es nicht in Bayern eine
überproportional hohe Zahl dieser Veranstalter gäbe, läge die
Relation noch viel höher; und: der publizistische Vielfaltsbeitrag
ist - auch was die tatsächliche Nutzung dieses Mediums anbelangt -
hoch einzuschätzen. Dem steht allerdings gegenüber, dass sich das
lokale Fernsehen in Ostdeutschland in einem besonders schwierigen
wirtschaftlichen Umfeld bewegt und nicht oder nur marginal von
Fördermaßnahmen profitieren kann, gänzlich anders als zumindest
im Freistaat Bayern.
Grund genug für die ostdeutschen Medienanstalten mit dieser Studie
den Fragen nachzugehen, wie der publizistische Vielfaltsbeitrag
'Lokalfernsehen' gestärkt werden kann, wie und mit welchen
Fördermechanismen die wirtschaftliche Basis von Lokalfernseh-
anbietern auszubauen und zu erhalten ist, um die publizistische
Vielfalt in den ostdeutschen Bundesländern zu fördern und zu
gewährleisten.
Aus dem Inhalt:
Jochen Fasco Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM)
Dr. Hans Hege Direktor der medienanstalt_berlin_brandenburg (mabb)
Martin Heine Direktor der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA)
Dr. Uwe Hornauer Direktor der Landesrundfunkzentrale
Mecklenburg-Vorpommern (LRZ) und
Prof. Kurt-Ulrich Mayer Präsident des Medienrates der Sächsischen Landesanstalt
für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM)
Vorwort
Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse Ziel der Studie - Publizistische Leistung und wirtschaftliche
Situation des regionalen und lokalen Fernsehens - Ansatz-
punkte zur indirekten oder direkten Förderung des regionalen
und lokalen Fernsehens aus wirtschaftlicher Sicht -
Bestandsaufnahme zur indirekten oder direkten Förderung des
regionalen und lokalen Fernsehens - Rundfunkrechtliche
Handlungsoptionen
Ziel und Aufbau der Studie Fragestellungen und Methodik - Abgrenzung des regionalen und
lokalen Fernsehens - Aufbau der Studie
Vielfaltsbeitrag des Lokal-TV in Ostdeutschland Maßstäbe zur Bewertung des Vielfaltsbeitrages - Ergebnis von
Programmanalysen des regionalen und lokalen Fernsehens -
Ergebnis von Reichweitenstudien für das regionale und lokale
Fernsehen - Daten zur regionalen Zeitungskonzentration -
Schlussfolgerungen zum Vielfaltsbeitrag
Wirtschaftliche Lage und Rahmenbedingungen des
lokalen Fernsehen in Ostdeutschland Einflussfaktoren auf die Rentabilität regionaler und lokaler
TV-Anbieter - Aktuelle Daten zur wirtschaftlichen Lage des
regionalen und lokalen Fernsehens - Wirtschaftliche
Rahmenbedingungen für lokales Fernsehen in Ostdeutschland -
Schlussfolgerungen zur aktuellen wirtschaftlichen Lage des
lokalen Fernsehens in Deutschland
Wirtschaftliche Perspektiven des lokalen Fernsehens
in Ostdeutschland Expertengespräche zur Einschätzung der wirtschaftlichen
Perspektiven - Einschätzungen des Kostensenkungspotenzials
von Programmkooperationen - Einschätzung des Erlöspotenzials
von Werbekooperationen - Einschätzung der Folgen der Digitali-
sierung der Kabelnetze - Spezifika der Ballungsraumsender -
Generelle Einschätzung von Fördermaßnahmen - Wichtigste
Schlussfolgerungen aus den Expertengesprächen
Förderbedarf und Förderoptionen aus wirtschaftlicher
Perspektive Förderbedarf - Ansatzpunkte zur direkten Förderung des
regionalen und lokalen Fernsehens
Bestandsaufnahme zur indirekten oder direkten Förderung
des regionalen und lokalen Fernsehens Fördermodelle in Deutschland - Bestandsaufnahme der rechtlichen
Rahmenbedingungen in Ostdeutschland - Fördermodelle im Ausland:
Modell England und Modell Schweiz
Rundfunkrechtliche Handlungsoptionen Europarechtliche und verfassungsrechtliche Anforderungen an
den Gesetzgeber - Handlungsoptionen auf Ebene der Landes-
medienanstalten und des Rundfunkstaatsvertrages
Anhang Wirtschaftliche Rahmendaten für Lokal-TV in Ostdeutschland -
Expertengespräche - Liste der ausgewerteten Studien